Aktivitäten - Kultur

 Kulturelle Erlebnisse sind in meinen Augen kein "Nebenprodukt" des Lebens, sondern stehen mitten drin, sie sind für mich unverzichtbar, egal, ob es sich um Theater, Kunst, Literatur, Architektur oder - für mich wichtiger als alles Andere - Zeugnisse der Geschichte und Kunstgeschichte handelt. Schon während des Studiums in Freiburg bin ich mehrere Male nach Stuttgart gefahren, um das Ballett zu John Crankos Zeit zu sehen. Ich lebe mit Büchern, die ich (fast) alle auch gelesen habe; meine eigenen lyrischen Versuche aus der Jugend habe ich - leider - irgendwann mal vernichtet, schade drum! Aber Gedichte, wenn sie gut sind, berühren mich immer noch ganz besonders intensiv.

 

. . . auf Reisen bin ich für manches romanische Kirchlein mit berühmtem Tympanon oder um beeindruckender Portale, Kreuzgänge und Kapitelle willen manchen Umweg gefahren - nicht immer zur ungeteilten Freude meiner Partnerinnen - die Kunst der Romanik hat mich seit jeher fasziniert . . .

 



   

Wer die Romanik liebt, hat von selbst ein starkes kultur- und kunsthistorisches Interesse an Kirchen.

Die Kathedrale von Le Puy en Velay ist einer der historischen Ausgangspunkte des Jakobsweges und St.Sernin in Toulouse als größte romanische Kathedrale weltweit ist eine der wichtigsten Pilgerkirchen auf dem Chemin de St. Jacques, dem Camino de Santiago.

 

 

 

 

  Kirchen als reizvolle Ruinen in grüner oder auch wilder Landschaft lassen sich wohl nirgendwo sonst ohne Zaun und ohne Eintrittskarte so erleben wie in Irland oder Schottland.

 

 

 

 

Eines der berühmten irischen Hochkreuze steht neben einer Klosterruine.

  

. . . Dass Schotten und Engländer sich hier in den 'Borders', im Grenzgebiet,über Hunderte von Jahren wechselseitig verprügelt und ihre Städte, Kirchen und Klöster abgefackelt haben, das ist historische Realität -

dass die Ruinen heute schöne Namen wie Melrose Abbey oder Sweetheart Abbey tragen, rundum satter Rasen, Blumen, Bäume und Schafe auf der Weide - das ist die verlogene Idylle . . .

 

 


Ruinen in der Landschaft haben eine besondere Anziehung; das römische Volubilis liegt nahe der heiligen Stadt Moulay Idris in Marokko. Der Decumanus Maximus, die ehemalige Hauptstrasse - heute nur noch ein Ziegenpfad: das regt doch ein wenig zum Nachdenken an.
 

 

 

 

Reisen in eine Reihe von Ländern im Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika haben mein Interesse an islamischer Kultur und Kunst immer intensiver werden lassen; was arabische und maurische Künstler und Kunsthandwerker dort wie im maurisch dominierten Spanien geschaffen haben, kann ich nur bewundern und achten.

Nicht nur der unvergleichlichen Schönheit und Anmut dieser Kunst, sondern der gesamten islamischen Kultur gegenüber empfinde ich tiefen Respekt.

 

 

 

 

 

Gregor von Rezzori hat in seinen 'Maghrebinischen Geschichten' als höchste der maghrebinischen Tugenden die Gelassenheit der Seele apostrophiert - gut, sein Maghreb meinte nicht 'El Maghreb el Aksa', also den äußersten arabischen Westen, Marokko, und auch nicht Al Andalus - aber dass dieses Ambiente, diese Harmonie, diese in sich ruhende Ästhetik zur Gelassenheit der Seele führen, kann ich leicht nach vollziehen.

 

 

 

 

 . . . Ob in Stuck geschnitten oder als Mosaiken, sogenannten zellidj, auch die Schrift ist von vollendeter Schönheit.

Die Menschen fügen sich ohne Widerspruch in diese Harmonie ein . . .  

 

 

 

 

. . . Wenn ich heute Filme über archäologische Ausgrabungen sehe, denke ich immer daran, dass das meine stille Leidenschaft war, dass ich gerne Archäologie studiert hätte, diesen Wunsch aber als brotlos verworfen habe - schade! . . .

 

 

 . . . Dieses Rind haben Menschen vor 12.000 Jahren an die Wand ihrer Höhle im heutigen Lascaux an der Dordogne gemalt
- Menschen wie wir . . .

 
 Meine Bücher sind mir immer nahe, wo und wie ich auch jeweils wohne.
Mit ihnen kann ich zu jeder Zeit in alle Länder, alle Epochen und alle Kulturen reisen.

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