Aktivitäten - Arbeit

 

Gearbeitet wird ja, wie wir heute wissen, nicht erst in der Schule, auf jeden Fall schon im Kindergarten, selbst für ein Baby ist es bereits 'Arbeit', zum ersten Mal aus der Bauchlage heraus den Kopf zu heben. <arebeit> heißt in unserer alten Sprache, im Mittelhochdeutschen, 'Mühe', 'Anstrengung'.

So richtig ging es mit der Mühe eigentlich erst im Studium los, aber auch da gab es immer noch Freiräume, in denen ich meine Arbeit weit gehend selbst bestimmen konnte; Freiräume, um Marx und Mao zu studieren und mich zum Beispiel um den Kampf der Völker Indochinas und viele andere wichtige Themen dieser Zeit zu kümmern: ein fast paradiesischer Zustand, der in den 35 folgenden Jahren nie mehr herzustellen gewesen ist.

Ich glaube nicht, dass ich dieses Privileg damals wirklich angemessen würdigen konnte.

   Arbeit hat für mich während dieser 35 Jahre ganz überwiegend Arbeit mit Menschen bedeutet; die Jahre, in denen ich mich mit Planung, Akten, Grußworten und derlei herumschlagen musste, verdränge ich gern! Es waren leidende, seelisch kranke Menschen zuerst, später arme, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt waren. Noch später ging es darum, Kolleginnen und Kollegen bei der Behauptung ihrer Rechte in der Arbeitswelt zu unterstützen, sie zu ermutigen, sich für diese Rechte selber einzusetzen. An der Uni hatten wir diskutiert, ob Psychologen in ihrer Arbeit politisch handeln könnten oder ob sie nur zur 'Reparatur der Ware Arbeitskraft' benutzt würden; dabei hat doch jede Arbeit gesellschaftliche Bedeutung und damit auch politische - so oder so! In der Rückschau sehe ich, dass meine Zeit als Psychologe und Psychotherapeut, als Angestellter im öffentlichen Dienst, als Personalrat und Gewerkschafter mich zu meinen heutigen politischen Aktivitäten hin geführt hat - allerdings nicht gradlinig und nicht ohne Brüche.

 

 

Zu meiner Arbeit haben Fortbildungskurse und Seminare im Rahmen der Erwachsenenbildung mit fachlichen oder gewerkschaftlichen und politischen Inhalten immer dazu gehört; mit Gruppen arbeiten hieß jedesmal, mich in besonderem Maße zu konzentrieren, angespannt und aufmerksam und dabei gleichzeitig locker zu sein.

 

 

 

 

Manchmal machen aber auch Andere die Arbeit; du kannst dich zurück nehmen, zuhören und Teil einer Gruppe sein - wie erholsam!

  

Was es sonst noch gibt: Telefongespräche (viele, viele!), Konferenzen, Besprechungen, hin und wieder Reisen - die aber bei weitem seltener . . . 

 

 

 

 

 

 . . . und als Glanzlichter im Arbeitsalltag Geburtstage, . . .

 

 

 

 

 

. . . andere Feiern

 

 

 

 

 . . . und Feste.

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